Erfahrungsberichte über die Berufsausbildung Fachmann / Fachfrau für Systemgastronomie
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Kalenderblätter

Ereignisse aus dem Leben unserer Gast-Stars.

mod_markus schrieb:
Herausforderungen in der Ausbildung zum Gast-Star
Dienstag, 19.05.2009
 

- Bayer Gastronomie meets Hallo Pizza -

Es ist vollbracht! Die Bayer Gastronomie eröffnete am 2. März 2009 erfolgreich ihren 1. Hallo Pizza Store in ihrem Mitarbeiterrestaurant in Köln-Flittard. Neben den Geschäftsführern Axel Fischer (BayGast) und Frank Sasse (Hallo Pizza) nahm auch Hallo Pizza Inhaber und Gründer Axel Fassbach an diesem besonderen Ereignis teil.

Aber schauen wir einmal zurück. Am 17. Oktober 2008 fiel in Leverkusen der Startschuss zum Projekt der Implementierung des 1. Franchise Konzepts. Auf Wunsch der Geschäftsführung soll das Projekt von der Planung bis hin zum operativen Geschäft von Auszubildenden Fachfrauen/männern für Systemgastronomie geleitet werden.

Der administrativen Herausforderung nahmen sich die beiden Auszubildenden Marleen Roeder und Markus Schäfer an. Beide befinden sich im 3. Lehrjahr und nutzten dies gleichzeitig als hervorragende Prüfungsvorbereitung und letzte große Herausforderung in ihrer Ausbildung. Aber was gilt es alles zu beachten, was muss organisiert werden, wer muss mit eingebunden werden und viele weitere Fragen beschäftigten die beiden zu Beginn. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich nicht als besonders einfach erweist ein systemgastronomisches Konzept in einen bereits systemgastronomischen Betrieb zu implementieren. Besonders unterschiedliche Standards stellten bei der Planung und späteren Umsetzung die eine oder andere Hürde dar. In der Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen beider Unternehmen lag der Schlüssel zum Erfolg. Gemeinsame Meetings, regelmäßige Absprachen und eine hervorragende Kommunikation unter allen Beteiligten erleichterten den Weg immens.

Was haben dann die beiden Azubis gemacht? – Sie haben dafür gesorgt, dass alle brav arbeiten ;-) – Nein, Spaß bei Seite. Das Produktangebot musste bestimmt werden, eine attraktive Preisegestaltung wollte gefunden werden, Marketingmaßnahmen wurden geplant und umgesetzt, ein unterstützender Aushilfenpool wurde zusammengestellt, die Gestaltung des Counters wurde festgelegt und der Bau in die Wege geleitet. Für eine schnelle Bestellabwicklung in der kurzen Mittagspause der Bayer Mitarbeiter wurde die Bestellhotline 74992 (^Pizza) eröffnet. So haben die Mitarbeiter die Möglichkeit ihre Pizza für einen bestimmten Abholzeitpunkt zu bestellen und ersparen sich so lange Wartezeiten. Durch das bargeldlose Bezahlsystem der Bayer Gastronomie wird zudem eine einfachere Bestellabwicklung am Counter gewährleistet. Selbstverständlich wurden die Auszubildenden Roeder und Schäfer sowie auch ihre Nachfolger noch in einer mehrwöchigen Schulung in Hallo Pizza Stores mit dem Konzept vertraut gemacht. Trotz des Franchise Konzepts gestaltete sich jedoch vieles wie bei der Planung eines neuen Konzepts.

Fazit: Neben einer erfolgreichen Planung und Umsetzung sowie einem enorm erweiterten Erfahrungshorizont ist festzuhalten, dass EIGENINITIATIVE in der Ausbildung belohnt wird!

Ein herzlicher Dank gebührt an dieser Stelle den Verantwortlichen der Bayer Gastronomie, die dieses einmalige Erlebnis ermöglicht haben.

Stimmen zum Projekt:

,,Der Lerneffekt war enorm. Schließlich haben wir von Projektmanagement, Systemtechnik, EDV, Hygienevorschriften, betriebswirtschaftlichen Abläufen, Personalwesen oder operativen Arbeiten alle relevanten Ausbildungs- und Berufsbereiche im Detail hautnah kennen gelernt." (Roeder/Schäfer, Auszubildende BayGast, GV Praxis 04/09)

,,Die Begeisterung der jungen Menschen war phantastisch, die Zusammenarbeit sehr erfrischend und das Ergebnis überzeugend." (Bernhörster, Marketingleiter BayGast, GV Praxis 04/09)
,,In so kurzer Zeit den neuen ,,Hallo Pizza-Store" auf die Beine zu stellen, verdient große Anerkennung und ist ein Beispiel für die Motivation unserer Azubis und die Güte unserer Ausbildung." (Fischer, Geschäftsführer BayGast, GV Praxis 04/09)

Links zum Thema:
http://www.cafe-future.net/aktuell/news/pages/16954.html

 
 
azubi_maredo schrieb:
Gruppenüberraschung
Mittwoch, 22.04.2009
 

Wenn ich den Verlauf meiner Ausbildung so betrachte, dann fallen mir viele Szenarien ein, bei denen ich noch heute schmunzeln muss. Eine Situation, wahrscheinlich eine der Lernstärksten Situationen, will erzählt werden. Nachdem ich ein Jahr meiner Ausbildung absolviert hatte, wollte ich von mir behaupten fit zu sein. „Beilage soll schwer sein“- lächerlich. Ich habe schon einiges an Zeit an der Beilage verbracht und verschiedenste Komponenten - was der Gast eben wünscht - produziert. Ich kann das, ganz sicher.

Ich sollte schnell eines Besseren belehrt werden!
Ein gewöhnlicher Montag stand an, an dem ich ein mittelmäßiges Geschäft erwartete. Ich und meine Erfahrung! Kaum in Dienstkleidung erreichte mich die Info: „Nun mach dich mal an die Vorbereitung fürs Traveller Menü wir erwarten gleich eine Gruppe von 60 Personen“ Hmm hörte sich zwar beeindruckend an, aber so schlimm konnte es nicht werden, also musste ich auch nicht vorbereiten, oder? Ich schaute mir das Menu an und sah, dass als Vorspeise Cebollinos vorgesehen waren. Ich rechnete….480 Stück musste ich jetzt abzählen und produzieren. Ups also ran jetzt. Die Friteusen waren in weiser Voraussicht vom Griller bereits vorgeheizt worden.

Nach langem Frittieren musste ich mich nun dem Anrichten widmen. Das auch noch. Zugegebenermaßen war das vielleicht ein wenig schwieriger als zuerst angenommen hatte. Aber mithilfe des Grillers klappte es dann. Zumindest bis er das Fleisch von weiteren Gästen rausgeben wollte, die unabhängig der Reservierung ebenfalls speisen wollten. Was es gibt noch mehr Gäste? Soweit hatte ich gar nicht mehr gedacht, geschweige denn Beilagen gemacht. Nun aber schnell und dann ran an den Hauptgang. 60 Papa Asadas, davon 17 mit Kräuterbutter und 43 mit Sauercreme. Das geht ja noch, die passen in die Öfen. „Brauchst du Hilfe?“ höre ich von meiner BLA. „Ach ich doch nicht, das waren doch bloß ein paar Kartoffeln, die machen sich doch von selbst.“ Hätte ich bloß dankend angenommen. Denn als es los ging wusste ich ganz schnell nicht mehr wo oben und unten ist. Die Hilfestellung des Grillers war nett gemeint, aber machte mich nur noch nervöser. „Welches Fleisch war medium und bekam die Papa Asada mit Kräuterbutter?“ Ich wusste nichts mehr. Die BLA erkannte die Situation, sprang in die Beilage und vollendete mein nicht ganz gelungenes Werk, wie sie es ausdrückte. Nach gefühlten 60 Friteusenkörben und 600 aufgeschnittenen und befüllten Grillkartoffeln war ich bloß noch über eines froh: dass ich nicht fürs Dessert zuständig war!

 
 
azubi_maredo schrieb:
HV-Aufenthalt - Fotoshooting
Donnerstag, 26.03.2009
 

Während des 8-wöchigen „Schnupperkurses“ in der Hauptverwaltung Düsseldorf erlebt man natürlich so einiges.

Sei es die etwas arbeitsintensivere Phase in der Fibu wenn die sechste Jahreszeit „Jahresinventur“ ansteht, die SchickSchickSchickeriaSzene ums Tucan´s herum bzw im Medienhafen, Zwiebelringe und Pommes zum Frühstück wenn die Testküche an der Reihe ist und und und. Ich für meinen Fall hatte das Vergnügen bei einem Fotoshooting Mäuschen spielen zu dürfen. Ort des Geschehens war Maredo´s Pilotprojekt: das Tucan´s. Grund der Aktion war noch schönere, schmackhaftere, exklusivere Bilder für Werbeflyer, Speisekarten etc zu erschaffen. Gesagt, getan.

Mit einer unglaublichen Sensibilität, mit wahnsinnigem Scharfsinn und mit einer schier unendlichen Geduld wurde ein Foto nach dem anderen geschossen. Der Fotograf war sehr kritisch mit seinem Handwerk aber auch mit den Objekten. Lichtverhältnisse, Pixelauflösung, Farbgebung, alles wurde ausprobiert. Alles wurde zurechtgelegt oder besser gesagt: zurechtgespießt. Picanha, Chorizo, Pute waren die Stars der ersten Stunden. Die anwesende Foodstylistin war besser ausgestattet als jeder Visagist. Sie sprang vom Grillspieß auf dem einen Tisch zum anderen Tisch um dort das Weinglas besser zu positionieren und wieder zurück um das Cortador-Messer zu polieren oder um den angerichteten Salat wieder mehr Volumen zu verleihen. Kleinigkeiten, die einer aussenstehenden Person nicht auffallen würden, wurden bemängelt und anschließend verbessert. Somit war nach gut 3 Stunden die Spießgeschichte abgeschlossen. Gemeinsames Mittagessen folgte.

Ca. 14 Uhr: Nun waren die betriebsinternen Cortadore an der Reihe. Im Vordergrund mit Picanhaspieß, im Hintergrund mit Grillananas ausgestattet, hieß es: „lächeln, ernster schauen, bisschen mehr nach links, mehr nach vorne beugen,…“ Aber die beiden Jungs hatten richtig viel Spaß dabei und wir mit ihnen. Auch die Foodstylistin war wieder rege beschäftigt Messer nachzupolieren, Gläser zu verschieben und Cortadore zu „verrenken“. Gute zweieinhalb Stunden später waren äußerst sehenswerte und verwertbare Schnappschüsse im Kasten.
Ansage: „So und jetzt machen wir noch schnell ein paar Buffetaufnahmen und dann sind wir fertig!“

Hochmotiviert mit der Aussicht auf das Ende der Fotostrecke wurde die Beleuchtung umgebaut und losgelegt. Im Fokus stand die „Fischecke“. Also der Teil des Buffets mit Sardellen, frischem Lachs und niedlich-kleinen Krabbencocktails. Im Hintergrund die bunte Vielfältigkeit an Tomaten-Mozzarella-Salat, gebratenen Champignons, Blattsalaten und Co. Allerdings merkten wir schnell, dass die vorgegebenen Richtlinien die Sache an sich doch leicht bis mittelmäßig erschwerten. „Zu dunkel, zu hell, Essig- und Ölflaschen stehen zu eng aneinander, Tellerrand verschmiert, Zitronenscheibe schief, ein schwarzes Loch im Hintergrund,…“
Die unendliche Geduld wurde zu einem Nervenspiel. Der Wahnsinn des Marketings.

Nun ja, schließlich war es dann doch noch geglückt, die Zufriedenheit aller in Bildform darzustellen. Der Fotograf packte seine Ausstattung zusammen, ebenso wie die Foodstylistin und wir vollzogen im Eiltempo den Abbau des Buffets und die Reinigung der Tucan´schen Küche.
Ich hätte mir niemals gedacht, dass für die wenigen Werbefotos, die letztendlich veröffentlicht werden, so akribisch hart dafür gearbeitet werden muss. So detailverliebt. So fusselgenau. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Fotos sind supertoll geworden (meiner Meinung nach!).

Ich betrachte nun diese mit ganz anderen Augen, vielleicht auch noch genauer, mit den Gedanken im Hinterkopf, wie viele Köpfe bei den Shootings wohl rauchten… Eine Erleuchtung wars auf jeden Fall!!!

 
 
mod_sibylle schrieb:
Gast-Star Moderatoren Meeting in Hamburg März 2009
Freitag, 13.03.2009
 

Um 3:05 Uhr Stuttgarter Ortszeit stand ich gebügelt und voller motivation am Stuttgarter Bahnhof und wartete Sehnsüchtig auf den ICE der mich nach Hamburg bringen sollte.

Natürlich kam er auch und brachte mich in NUR 6 std. nach Hamburg.  Doch trotz der Strapazen hab ich es geschafft und bin verdammt froh das gemacht zu haben. Wir haben dank einer Wunderbaren one -woman -show (;-)) alles lernen können was für uns wichtig ist. Wir sind nun voller Ideen und spüren schon das Kribbeln in den Fingern wenn wir nur an Gast- Star denken müssen. :-)

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an das super tolle Team.

Danke.

 
 
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