Erfahrungsberichte über die Berufsausbildung Fachmann / Fachfrau für Systemgastronomie
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Ereignisse aus dem Leben unserer Gast-Stars.

Peer schrieb:
Karriereperspektive "Food Service Manager"
Freitag, 01.07.2011
 

Im Interview mit Personalreferentin Petra Stenke, die für die Aus- und Weiterbildung innerhalb der LeBuffet RestaurantCafé GmbH verantwortlich ist, erfahren wir, welche Eigenschaften Bewerber mitbringen sollten. Sven Nadolski hat die Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie bei LeBuffet in Mülheim an der Ruhr abgeschlossen und wurde 2008 als bester Azubi in diesem Bereich von der IHK Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Interne Förderprogramme ermöglichen ihm die Weiterbildung zum "Food Service Manager" und bieten hervorragende Entwicklungsperspektiven innerhalb des Unternehmens.

Welche Vorteile bietet die Ausbildung zum/r Fachmann/-frau für Systemgastronomie bei LeBuffet?

Petra Stenke: Wir bieten motivierten jungen Menschen eine kompakte, betreute Ausbildung, die verschiedenste Bereiche abdeckt und die neben der praxisnahen Arbeit im Betrieb auch die intensive Vermittlung von Fachkenntnissen umfasst. Die Lerninhalte sind breit gefächert und decken Bereiche wie Ökonomie, Marketing, Lagerhaltung und Personalwesen ab. Auch die Weiterbildung in inner- und überbetrieblichen Schulungen spielt eine große Rolle in unserem Ausbildungskonzept. Während der gesamten Ausbildungszeit stehen wir als Unternehmen den Azubis unterstützend zur Seite.

Herr Nadolski, Sie haben die Ausbildung 2008 mit großem Erfolg abgeschlossen, was machen Sie jetzt?

Sven Nadolski: Ich habe meine Ausbildung in der Filiale in Mülheim absolviert und konnte mich in alle Bereiche intensiv einarbeiten. Aufgrund entsprechender Leistungen konnte ich meine Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen. Ich bekam das Angebot, in die Hauptverwaltung nach Essen zu wechseln, und da mich vor allem der betriebswirtschaftliche Hintergrund und das Gastronomie-Management interessieren, befi nde ich mich derzeit im Fernstudium zum "Food Service Manager" am Institute of Culinary Art (ICA), Pinneberg. Die Weiterbildung hat die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Managementebene in gastronomischen Betrieben zum Inhalt und wird von der Karstadt Gastronomie unterstützt und finanziert.

Welche Eigenschaften sollten Bewerber für die Ausbildung in der Systemgastronomie mitbringen?

Petra Stenke: Grundsätzlich sollten Bewerber Menschen mögen, offen und kommunikativ sein und Spaß am Umgang mit Lebensmitteln und deren Produktion haben. Ein guter Schulabschluss sowie Stärken in den klassischen Fächern wie Mathematik und Deutsch schaffen eine optimale Voraussetzung für die erfolgreiche Ausbildung in einem abwechslungsreichen Umfeld, das jeden Tag etwas Neues bietet.


Für dieses Ausbildungsjahr sind deutschlandweit 30 Ausbildungsplätze in ausgewählten Gastronomien der Karstadt Warenhaus GmbH zu besetzen. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre und kann bei besonderen Voraussetzungen verkürzt werden. Zusätzliche Informationen zum Ausbildungsberuf Fachmann/-frau für Systemgastronomie sind auch unter www.gast-star.de abrufbar.

 
 
Walter, Maredo schrieb:
SyGA-Ausbildung: Ja oder Nein?
Dienstag, 27.04.2010
 

Wer nichts wird, wird Wirt. Eine Redewendung, die man durchaus mal im Laufe seiner Ausbildung und späteren beruflichen Tätigkeit des Öfteren zu hören bekommen könnte. Schließlich ist es das einzige Gewerbe, in dem man zum Betreiben seines eigenen Ladens keine Meisterprüfung ablegen muss. So wundert es auch nicht, dass führende Fastfood-Ketten sich bemühen, das Berufsbild aufzuwerten. Weg vom "Pommesschütteln" hin zu angesehen, lukrativ und gut ausgebildet.


Zum Glück sind das nicht nur leere Floskeln, sondern es steckt tatsächlich ein ernsthaftes Engagement dahinter. Die Unternehmen haben erkannt, dass sie nur durch Qualität beständig und erfolgreich sein können. So wundert es nicht, dass immer mehr Seminare und Schulungen angeboten werden, Wettbewerbe stattfinden, sowohl intern als auch extern, und auch sonst einiges an Aufwand investiert wird, um den Nachwuchs und seine Leistungen zu optimieren. Leider gibt es immer noch einige Schwächen die nur sehr schwer und langsam ausgemerzt werden können. Es ist immer noch eine Berufsrichtung mit enormem Zulauf, was z.B. dazu führen kann, dass die Berufsschule für das Gastgewerbe in Berlin anstatt geplanter 3500 Schüler, nun knappe 7000 unterbringen muss. Was uns gleich zum nächsten Problem führt. Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, aber dies macht es schwerer, sich aus der Masse hervorzutun und geht einher mit den anderen bekannten Problemen, wenn zu wenige Arbeitsplätze für zu viele Bewerber vorhanden sind. Schließlich gibt es viele talentierte Anwärter, gegen die man sich erst einmal durchsetzen muss. 


Talent oder vielmehr ein paar Eigenschaften braucht man auch noch für diesen Beruf. Für die Personalführung braucht man eine gewisse Autorität. Egal ob es "bestimmend streng" oder "verständnisvoll aber respektiert" ist, ohne sie wird es nicht möglich sein, eine Schicht oder gar eine ganze Filiale zu führen. Des Weiteren ist es ein Muss, sich mit Menschen, sowohl fremd als auch bekannt, zu verstehen und auf sie eingehen zu können. Der in Hektik bestellende urbane Gast sowie der gemütliche Genießer wollen verstanden und auch jeweils anders bedient und behandelt werden. Und der Umgang mit dem vertrauten Personal scheint oft sehr viel leichter zu sein, als er es dann tatsächlich ist. Schnell kann es unruhig werden, wenn ungeliebte Entscheidungen getroffen werden müssen. 


Es ist durchaus anstrengender und aufwendiger, als es von außen aussieht, aber wer sowieso gastfreundlich, kommunikativ und eifrig bei der Sache ist, kann sich die Systemgastronomie als Karrieresprungbrett zu nutze machen. Auf jeden Fall sollte man sicher sein, diesen Weg gehen zu wollen und wissen, dass es durchaus hart und nicht immer lohnenswert sein wird und man unter Umständen einen etwas längeren Atem benötigt, um seine Träume zu verwirklichen. Denn vom Tellerwäscher zum Millionär bleibt dann doch nur einem verschwindend geringen Prozentsatz an Gastronomen vorbehalten.


Ich für meinen Teil habe aber vorerst mein Glück in der Gastronomie gefunden und werde ihr noch eine Weile treu bleiben. Denn für dieses einfach klingende Gewerbe wird doch sehr viel mehr verlangt und vermittelt, als einem bewusst ist. Von der Personalführung, über Marketing bis hin zu einer kaufmännischen Grundlage ist alles dabei, um auch später in anderen Branchen eine Basis für Erfolg zu haben.

 
 
Ben-Oliver Timm schrieb:
Mit der "Kräuterhexe" im Freilichtmuseum Lindlar
Sonntag, 11.04.2010
 

Mit achtzehn Hallo Pizza-Azubis stehen wir vor dem Eingang des Freilichtmuseums in Lindlar. Im Herzen des bergischen Landes und ca. 30 Kilometer östlich von Köln gelegen, erstreckt sich das Museum über mehrere Tausend Quadratmeter. Es ermöglicht eine Zeitreise in das einfache bäuerliche Leben, wie es im 19. und 20. Jahrhundert stattgefunden hat.


Die von uns gebuchte Führung wird von einer Mitarbeiterin des Museums geleitet, die sich uns unter dem Namen "Kräuterhexe" vorstellt und uns in einen kleinen Kräutergarten führt. Neben den Kräutern die üblicherweise in jedem Haushalt vorhanden sind, wie beispielsweise Schnittlauch, wachsen hier auch Pflanzen wie Thymian, Salbei, Sauerampfer oder Mangold, die zum Entsetzen der Kräuterhexe niemand von uns auf den ersten Blick erkennt. Selbst nach mehrmaligem Probieren kommt uns der Geschmack der Kräuter nicht wirklich bekannt vor.


Über einen Schotterweg gelangen wir zur nächsten Etappe der Führung. Neben einer Pferdekoppel wuchert ein kleines Gebüsch, in dem auch für unsere ungeschulten Augen eine Pflanze wächst, die sofort von allen als Brennnessel identifiziert wird. Da diese laut der Kräuterhexe für den anschließenden praktischen Teil der Führung von entscheidender Bedeutung sein würde, fangen einige von uns zaghaft an, die stechenden Blätter von ihren Stielen zu zupfen.


Über einen Gemüsegarten, in dem jedoch aufgrund der Jahreszeit bis auf ein paar Kohlrabi-Triebe nicht viel zu sehen ist, führt uns die Betreuerin zu einem Gehöft.. Hier befindet sich, neben einigen Bauernhäusern, die Museumsbäckerei in der mehrmals pro Woche mit einem aus der damaligen Zeit stammenden Lehm-Ofen Brot, Kuchen und andere Backwaren wie vor einhundert Jahren hergestellt werden. Nach einigen interessanten Erläuterungen des Bäckers finden wir uns in einem gegenüberliegenden Fachwerkhaus ein, in dem der praktische Teil der Museumsführung stattfindet.


Wir nehmen an der großen Tafel in der Mitte des Raumes Platz und bekommen eine Tasse Kaffee angeboten. In der bäuerlich mit einem alten Ofen eingerichteten Küche stellen wir dann unter Anleitung der Kräuterhexe neben Waffeln und Kräuterquark eigene Butter und Brot her. Die gesammelten Brennnesseln werden zu einem Kuchen weiterverarbeitet, der zwar sehr eigen, aber meiner Meinung nach in keinster Weise schlecht geschmeckt hat. Glücklicherweise bleibt uns das anschließende Spülen am Ende der Führung erspart.


Alles in allem würde ich sagen, dass das "Bergische Freilichtmuseum Lindlar" für alle angehenden Gastronomen definitiv eine Reise wert ist, da die unkomplizierte und einfache Lebensweise der Menschen von damals sehr anschaulich dargestellt bzw. präsentiert wird. Es ist schon beeindruckend, mit welch simplen Mitteln trotzdem angenehm gelebt werden kann.


Ben-Oliver Timm, 1. Ausbildungsjahr, Hallo Pizza


 
 
mod_hendrik schrieb:
Weinprobe im Weinkeller der Bayer Gastronomie
Mittwoch, 04.11.2009
 

Diesen Freitag war es wieder so weit, die Weinprobe im Weinkeller der Bayer Gastronomie fand statt.

Verkostet wurden Weine aus Deutschland. 36 Weine wurden zur Verkostung geöffnet, davon 4 Rotweine. Diese den Gästen zu präsentieren war an diesem Abend meine Aufgabe. Dabei ging es dadrum, den Gästen der Weinprobe die angebotenen Weine so schmackhaft zu machen wie möglich. Passende Adjektive für diese Aufgabe sind: samtig, leicht, beerig, schokoladig, aromatisch, fruchtig, frisch, rauchig, sprudelnd uvm.

Der Trick beim Präsentieren von Weinen ist nicht vorrangig das Fachwissen (welches zumindest ansatzweise vorhanden sein sollte), sondern das Vermögen, dem Gast durch eine offene Konversation beim Verkosten des Weins ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern - sei es durch einen kleinen versteckten Wortwitz oder eine spitze Anmerkung sowie offene Freundlichkeit.

Sobald der Gast lächelt und dabei den Wein genießt, verbindet er dieses Geschmackserlebnis mit etwas sehr positivem - dem Lächeln und der Freude am Leben.
Sehr hilfreich hierbei ist es, freundlich, offen und leicht strahlend zu lächeln. :-)

Dies hilft in der Regel nicht nur beim Präsentieren von Weinen!

 
 
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